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AAAAAH!!!

Seit über einer Woche herrscht in Frankreich mal wieder Chaos. Die SNCF (Deutsche Bahn von Frankreich) ist im unbefristeten Streik! Lohnt sich ja auch...der April ist Ferienmonat, d.h. es hat immer irgendwer Ferien. Toll! Da kann man dann die Leute auch so richtig nerven. Ich komm aus meinen Kaff auch nicht mehr raus (dass ich in einem Kaff wohne, wird mir erst jetzt bewusst...ohne Auto oder Zug lebe ich in der Pampa). Am Wochenende bin ich noch gut nach Paris reingekommen-da hat man Zeit, man kann bummeln und wenn halt der 11Uhr-Zug nicht fährt, dann eben der 12er...ist kein Stress, meist geht früh eh alles nach Plan. Aber wenn man dann abends, nach mindestens 8 Stunden Paris (und das bedeutet immer viel laufen...allein schon in der Métro) nach Hause will, einen die geschwollenen Füße malträtieren, dann...ja dann...fallen schon mal 4 Züge hintereinander aus-geplant oder kurzfristig. Dann steht man (soweit das mit den Füßen noch möglich ist) am Bahnhof und muss feststellen, dass man den letzten Zug um 10 Minuten verpasst hat, wegen des Streiks der Nächste allerdings erst in 2 Stunden wieder kommt. Toll, da ist die gute Laune auch dahin. In der Woche geht’s dann weiter: Es ist kein Problem nach Fontainebleau oder sonst wohin zu fahren...man muss ja nicht gleich den 9Uhr-Zug nehmen. Aber rechtzeitig zum Arbeiten kommt man nicht wieder zurück, weil zwischen 13 und 17 Uhr kein Zug fährt. Also hocke ich bei schönstem Frühlingswetter in meinem Kaff und hoffe darauf, dass die Franzosen wieder zur Vernunft kommen. Hier ist es nämlich üblich bei jeder neuen Reform, Gesetztenänderung (oder auch nur -vorschlag) oder anderen Aktionen der Regierung auf die Straße zu gehen. Das Land befindet sich noch immer in der Revolution. Man denkt wohl, wenn es einmal geklappt hat, klappt es auch wieder. Das schlimme ist: Das stimmt! Als Sarkozy beispielsweise seine Schulreform vorlegte, haben die Lehrer gestreikt. Daraufhin zieht der feine Präsident seine Reform zurück und veröffentlicht eine abgeschwächte Form. Aber wie es hier Sitte ist, sind die Betroffenen wieder auf die Straße. Letztlich gab es gar keine Reform. Hier macht das Volk die Gesetzte! Hier herrscht das Volk! Wie in der französischen Revolution.
Der Kleine hatte dieses Schuljahr schon 4 Tage schulfrei, weil die Lehrer gestreikt haben. Doch Streik ist hier nicht das Gleiche wie in Deutschland. Bei uns stehen die von der Entlassung bedrohten Mitarbeiter vor den Betriebstoren mit roten Verdi-Westen, Trillerpfeife, Megaphon und Streikplakaten. Hier gehen die Lehrer, Zugführer, Postbeamte, Busfahrer, etc. einfach nicht zur Arbeit...das ist dann streiken. Hier wird Politik vom Volk gemacht-im Sitzen!

Entschuldigt, aber das musste jetzt mal sein! Die Kinder schlafen, da konnte ich eben nicht laut schreien, aber Dampf ablassen war nötig.

Ich weiß sowieso nicht, wo mir gerade der Kopf steht. Ich hab das Gefühl ich versinke im Bewerbungsdschungel der Unis. Jede Uni hat einen anderen Bewerbungszeitraum, will andere Unterlagen zu unterschiedlichen Zeiten und manche haben gar keine Infos im Netz. Und da soll einer durchblicken...Nebenbei will ich ja auch noch möglichst viel sehen. Ich bin nur noch 2 Monate hier und will die Zeit nicht nur vorm PC verbringen-nur weil die Unis nicht in der Lage sind übersichtliche Webseiten zu erstellen.

So nun hab ich aber erstmal genug gejammert

Ich grüße euch ganz lieb und freu mich mal wieder was von dem ein oder anderen zu hören!

15.4.10 21:12


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Hallo ihr Lieben,

jetzt habe ich mich schon wieder einen Monat nicht gemeldet.

Wie die Zeit vergeht...es ist schon wieder Ende März. Ich bin seit 4 Monaten wieder hier. Eine lange Zeit, die wie im Flug verging. Ich bin ständig unterwegs, ob beim Babysitten, mit den Kids, in Paris oder in Fontainebleau. Aber zur Ruhe komme ich nicht so richtig. Deshalb komme ich auch irgendwie nicht mehr zum schreiben. Was mir wirklich leid tut. Nicht nur, dass ich in 4 Monaten nur zwei Mal in den Blog geschrieben habe, ich schaff noch nicht mal alle Mails zu beantworten. Aber ich werde mir mehr Mühe geben-versprochen!

Nun aber erst einmal zu den letzten Wochen.

Vom 20. Februar bis 2. März hatte ich endlich Urlaub. Die erste halbe Woche war Jana hier. Wir zwei haben uns eine tolle (wenn auch teure )Zeit gemacht. Wir waren im Erotikmuseum, haben die unzähligen Stufen bis zur Kuppel von Sacré-Coeur bezwungen (solche Schmerzen hatte ich noch nie in den Oberschenkeln), dann die Aussicht vom Eiffelturm bei Nacht genossen (so schön hab ich Paris noch nie gesehen), sind natürlich auch shoppen gegangen, durch das Jena von Paris und die Seine entlang geschlendert. Kurzum, es war schön.

Anschließend bin ich für eine Woche nach London zur Anne gefahren.
Als ich am Samstag ankam, hatte ich gar nicht groß Zeit anzukommen, denn wir mussten uns fertig machen. Anne wollte in ihren Geburtstag reinfeiern. Ich hatte mich schon sehr darauf gefreut. Der Abend war super schön. Wir haben getrunken (endlich wieder leckere und bezahlbare Cocktails), getanzt (auch die Musik war um Welten besser als in französischen Clubs) und hatten jede Menge Spaß gehabt.

Am Sonntag konnte ich dann sogar ausschlafen (was für ein Luxus für mich), dann haben einen Geburtstagskuchen gebacken (Russischen Zupfkuchen-lecker) und anschließend sind wir ins Westfield shoppen gegangen Am Abend gings dann noch zum Italiener. Es gab Knoblauchbrot , Tomatensuppe und die schärfsten Penne Arrabiata meines Lebens. Aber das Essen war so gut und preiswert, dass wir am Donnerstag gleich noch mal hin sind.
In der Woche musste Anne natürlich arbeiten. Aber während ihrer freien Zeit haben wir eine ganze Menge zusammen gemacht. Wir sind am Montag in den Hyde Park gefahren und waren im Harrod`s (das ist ja so anders als das Lafayette: sau teuer und es gibt wirklich alles). Außerdem hat Anne mich in die kulinarischen Spezialitäten der Insel eingeführt: Es gab Doughnuts mit Custard (so eine Art Vanillepudding). Das war unglaublich lecker!

Am nächsten Tag bin ich früh in die Baker Street gefahren und stand vor Madame Tussaud's (zum Reingehen, fehlte mir leider das Geld). Später haben wir uns dann mir Marie im Westfield getroffen und sind anschließend in die Oxford Street zum shoppen gefahren. Wir waren natürlich auch im, von Marie geliebten, Primark. Und ich muss gestehen, ich bin diesem Laden, in dem man kiloweise Klamotten kauft, ebenfalls verfallen. Ich kann nicht verstehen, wie es so was nur in GB geben kann. Abends sind wir dann noch zum Picadelly Circus gegangen. Eigentlich ist da wirklich nicht mehr als die riesige Werbetafel. Der Platz ansich sah im Englischbuch auch immer viel größer aus Von dort sind wir weiter nach Soho gegangen. Das Viertel an sich ist sehr groß. Aber was ich davon gesehen habe, bestand nur aus Theatern, Nachtclubs und Sexshops Und die berühmte Chinatown ist auch gerade mal eine Straße mit jeweils einem Tor am Ein-bzw. Ausgang. Aber es ist bestimmt das interessanteste Viertel.

Am Mittwoch war nach all dem Geldausgeben, ein bisschen Sightseeing an der Reihe. Ich bin früh gleich zur St. Paul's Cathedral gefahren. Es ist zwar ein gewaltiger Bau, aber ich habe vergeblich die Treppe aus Mary Poppins gesucht

Dafür konnte ich von der Millenium Bridge einen ersten Blick auf die Tower Bridge ergattern. Auf der anderen Seite der Thamse bin ich, vorbei am Globe Theatre, über die London Bridge, zum Tower of London gelaufen. Ich bin gerade rechtzeitig dort angekommen, um den täglichen Kanonenschuss mit zu erleben. Anschließend bin ich zum Big Ben gefahren, um mich mit Anne zu treffen. Wir sind zum Trafalgar Square und weiter nach Covent Garden geglaufen. Dort gibt es einen schönen Markt, der bekannt für die Straßenkünstler-Szene ist. Trotz der Kälte haben wir eine Opernsängerin mit furchtbarer Stimme (die Frequenz hätten fast nur noch Fledermäuse hören können), eine tolle Streichgruppe und einen Artisten gesehen.

Dann sind wir ins Café Rouge eine heiße Schokolade trinken gegangen. Das war vielleicht ein komisches Erlebnis. Da drin hat man sich gefühlt wie in Paris. Die Engländer sind sowieso auf 'nem Frankreichtrip. Dort gibt es viele französische Gerichte, Zutaten, Bäcker, Geschäfte, etc.

Anne musste sich danach leider wieder verabschieden. Ich bin dann zurück zur Tower Bridge, von dort wieder am Thamesufer in Richtung St. Paul's Cathedral bis zum London Eye und den Houses of Parliament mit dem Big Ben, denn ich wollte London unbedingt bei Nacht sehen. Ich finde nämlich, beleuchtet sieht eine Stadt interessanter und schöner aus, als bei Tag.

Natürlich habe ich es nicht versäumt, mir den Palast der Queen anzusehen. Der Flagge nach, war sie am Donnerstag sogar zu Hause. Durch den angrenzenden St. Jame's Park bin ich weiter zur Westminster Abbey gegangen. Der Park ist zwar recht klein, aber sehr sehr schön Dort gibt es viele verschiedene Wasservögel-sogar vier Pelikane! Leider war mein Fotoapparat plötzlich leer und ich hatte das Ladegerät in Frankreich vergessen...auf die Idee mein Handy zu nehmen, bin ich erst am Nachmittag gekommen. Da sind wir nach Greenwich gefahren. Dort gibt es einen wunderschönen Park mit ganz vielen Eichhörnchen und man hat eine tolle Sicht auf die Bankside. Die Hauptattraktion ist allerdings der Nullmeridian. Anne und ich wollten natürlich ein Erinnerungsfoto, doch eine Gruppe deutscher Schulmädchen hatte nichts besseres zu tun, als mit ihrer Fotosession alles zu blockieren. Im Kampf um das „perfekte“ Foto fehlte nur noch Heidi Klum. Letztendlich haben sie für ein paar Minuten ihr Treiben widerwillig unterbrochen. Als sie dann merkten, dass wir ebenfalls Deutsche sind, wurden sie jedoch schlagartig kleinlaut.

Am nächsten Morgen bin ich wieder zum Buckingham Palace gefahren, diesmal um mir „The Changing of the guards“ anzuschauen. Ehrlich gesagt, war ich ein wenig enttäuscht. Denn im Grunde genommen, ist es ein normaler Wachwechsel, den man jeden Tag dort sehen kann, nur dass mehr Guards daran beteiligt sind und das zwei Kapellen spielen. Trotzdem war es interessant, es zu sehen.

Am Nachmittag bin ich mit Anne zu Marie in die Nähe von Brighton gefahren. Mit Eti und Theresa (Maries Ziehkind und Gastmutti) gings es gleich an den Strand. Es war herrlich dort, wie im Urlaub. Abends haben wir dann noch indisch und Brownies gegessen. Samstag sind wir drei nach Brighton gefahren. Dort sind haben wir die Frühlingssonne genossen, haben Doughnuts gegessen und waren shoppen. Am Abend sind wir essen gegangen. Für ein paar Pfund gab ein riesiges Buffet mit tausenden Gerichten, von Sushi, über mexikanisch, indisch, malaysisch, bis hin zu Pizza, Pasta, Crèpes und jeder Menge Desserts. Man durfte so viel essen wie man wollte. Wir sind am Ende nach Hause gerollt

Am Sonntag sind wir wieder zurück nach London und ich habe mich mit einem vollgestopften Koffer wieder auf den Weg nach Paris gemacht.
Ich hatte eine wunderschöne Woche. London ist eine interessante Stadt, auch wenn ich nicht sagen würde schön. Mit Paris kann sie nicht mithalten.
Was mich sehr überrascht hat, ist die Größe. Im Vergleich zu Paris, ist die Stadt klein. Man kann von einer Sehenswürdigkeit zu anderen zu Fuß gehen. Eiegtnlich ist die ganze Tour in zwei Tagen zu Fuß erledigt. In Paris wäre das undenkbar. Aber es hat auch seine guten Seiten: man spart Tickets und man sieht mehr von der Stadt.

Am Montag fing für mich wieder der normale Wahnsinn an.

Seit dem vergeht die Zeit noch schneller. Jetzt sind es nur noch drei Monate bis ich wieder zu Hause bin. Und ich habe noch so viel vor. Hier gibt es so viel, dass ich noch unbedingt sehen will.

Am Samstag war ich wiedermal in Paris und habe mir die Arène de lutece angeschaut-ein altes Amphitheater noch aus der Römerzeit. Es liegt versteckt im Quartier latin, unscheinbar zwischen zwei Wohnhäusern. Aber es ist einer der wenigen Orte in Paris, an dem man alleine sein kann und sich nicht wie in einer Millionenstadt fühlt. Am Nachmittag war ich mit Nathalie, Sophie und Antonia noch im Kino. Eigentlich wollten wir „Shutter island“ schauen, doch es gab keine Plätze mehr. Wir haben uns dann für „A single man“ entschieden und es nicht bereut. Der Film war unglaublich. Ich habe es noch nie erlebt, dass sich im Kino nach Ende des Films keiner traut, die Stille zu unterbrechen und aufzustehen. Doch so war es. Wir saßen noch ganze 10min da und mussten uns sammeln.

Seit etwa 4 Wochen haben wir hier auch richtigen Frühling. Es ist warm (teilweise sogar um die 25°G), die Sonne scheint und alles blüht. Doch seit gestern regnet es hier (den kriegt ihr übrigens auch) und es soll bis Dienstag nicht besser werden. Am Wochenende fahr ich trotzdem weg. Samstag geht es natürlich wieder nach Paris und Sonntag wollen wir nach Chantilly nördlich von Paris fahren. Ich hoffe das Wetter macht mal eine Ausnahme und hält sich nicht an die Vorhersagen.


Ich wünsch euch allen ein schönes Wochenende!


26.3.10 15:23


Jetzt melde ich mich auch mal wieder zu Wort!

Es ist schon wieder Mitte Februar und ich hab seit meinem Heimaturlaub nichts mehr von mir hören lassen. Ich konnte mich in meiner wenigen freien Zeit einfach nicht aufraffen, ein wenig produktiv zu sein. Heute habe ich aber überraschenderweise, jedoch aus einem weniger erfreulichen Grund, einen „freien“ Tag (zumindest bis viertel 5). Also nehme ich mir die Zeit und versuch ein paar Zeilen aufs Blatt zu kriegen, da ich für andere Dinge sowieso keinen Nerv bzw. keine Kraft habe.
Ich bin nämlich dazu auserkoren worden, mit Matthieu, der die Scheißerei hat, zu Hause bleiben zu dürfen. Nur dummerweise hat er es geschafft, mich anzustecken-dabei hab ich so was noch nie gehabt! Na toll! Nun sitze ich also hier, versuch zwischen meinen Toilettengängen produktiv zu sein, gleichzeitig ein, wie durch ein Wunder, geheiltes Kind bei Laune zu halten. Dabei will ich am liebsten nach Hause und auch mal wieder krankes Kind sein dürfen.

Nun aber genug gejammert. Ich hab schließlich eine Menge aufzuholen.

Die letzten Wochen waren ein Wechselbad der Gefühle-von Euphorie bis hin zu Niedergeschlagenheit.
Schuld daran war zum einen das Wetter.
Als ich hier ankam, herrschte mal wieder Schneechaos in Frankreich.Eine Woche später zeugte nichts mehr von der weißen Pracht. Es folgten einige angenehme Tage, bei etwas Sonnenschein und recht milden Temperaturen (um die 0°C). Einige Tage später haben sie versucht Paris und Umgebung mit sintflutartigem Regen zu versenken. Glücklicherweise hielt dieser Zustand nicht lang genug an. Anderthalb Wochen später hatten wir dann sogar herrliches Frühlingswetter: Sonnenschein, frühlingshafte Temperaturen um die 10°C, jedoch recht frischer Wind-doch leider nur zwei Tage. Dann folgten wieder drei sehr kalte, schnee- und regenreiche Tage,anschließend wieder zwei Frühlingstage und so geht das nun schon seit 2 Wochen.

Genauso abwechslungsreich wie das Wetter gestaltete sich meine Freizeit.

Am Wochenende ging es natürlich nach Paris. Bei Regen und Kälte war ich im Museum oder shoppen. Letzteres hat sich besonders gelohnt, da die letzten 5 Wochen SOLDES waren-also Schlussverkäufe. Das ist hier ganz lustig organisiert. In der ersten Woche werden einzelne Stücke reduziert, meist nur um maximal 30%. In der zweiten Woche fallen die Rabatte schon auf 50%, in der dritten Woche, sind bereits die gesamten Bestände auf bis zu 70% reduziert und es wird eng und unübersichtlich in den Geschäften. In der vierten Woche ist der Höhepunkt erreicht. Es gibt dann wirklich richtige Schnäppchen-besonders in den Designerläden. Da habe ich natürlich zugeschlagen und mir einen Mantel (15 statt 70&euro und ein paar Stiefel (auch 15 statt 50&euro gekauft. Nur leider haben sie am Mantel vergessen, das Piepsding ab zu machen. Als ich dann letztes Wochenende dort war, um es entfernen zu lassen, hab ich gleich noch eine Hose, ein Top und ein paar Schuhe gefunden. In der 5.Woche erweist es sich schon als sehr schwierig, noch irgendwas tragbares zu finden.

Bei schönem Wetter habe ich einfach Paris genossen. Ich bin durch die Straßen von Montmatre geschlendert, habe das südliche Paris erkundet und dabei tolle Ecken-unter anderem eine italienische Eisdiele, in der es zur Zeit richtige (also geschmolzene) heiße Schokolade gibt-entdeckt!
Mit Johanna war ich in den Katakomben.Das ist eine eigenartige Welt: unterirdische Gewölbe, in denen sie die Gebeine und Schädel der Toten vor 200 Jahren gelagert haben. Bizarre!
Ach ja, von Johanna hab ich ja noch gar nicht erzählt. Sie ist auch Deutsche und hat in Flensburg Grundschullehramt studiert und brauchte vorm Referendariat erst einmal eine Pause. Sie war, jetzt nachdem Silja nach Weihnachten weg war, meine wichtigste Ansprechpartnerin. Sie ist echt super und wir haben zusammen eine ganze Menge Spaß gehabt. Nur leider ist auch sie jetzt seit einer Woche weg.

Das ist der zweite Grund für das Wechselbad der Gefühle der letzten Wochen.

Auf der einen Seite kamen neue Au Pairs, auch eine Deutsche-Antonia. Sie ist super nett, aber näher kennengelernt habe ich sie noch nicht, da wir uns immer nur im Sprachkurs sehen, denn am Wochenende ist sie meist bei ihrer Zwillingsschwester in Paris. Und wenn sie abends mit anderen Au Paris nach Fontainebleau fährt, dann sitzt ich immer zu Hause und vermisse die Unabhängigkeit, die man mit einem Auto hat. Denn bevor ich mit dem Zug da bin, sind sie schon wieder alle weg.
Auf der anderen Seite ist Silja im Januar nach Genf gegangen. Mit ihr habe ich die ersten vier Monate in der Fremde verbracht. Wir konnten über alles quatschen, haben gelästert und Paris entdeckt. Nachdem sie weg war, hab ich das ganz schön vermisst. Aber Johanna war ja noch da. Vor einer Woche ist sie nun auch gegangen-nach Luxemburg.
Nun sind die Wochenenden und Französischstunden ein wenig einsamer.

Aber das ändert sich ja nun bald. Am Samstag kommt Jana erst einmal für ein paar Tage, dann fahr ich eine Woche nach London zur Anne und auch danach mangelt es mir nicht an Gesellschaft.

Vor einer Woche war meine Schwester auch schon da. Wir hatten eine super Woche zusammen-obwohl ich nebenbei noch arbeiten musste.
Am Samstag kam sie mittags bei wunderschönem Frühlingswetter in Paris an.
Das haben wir natürlich genutzt und sind durch Montmatre gelaufen. Eigentlich sind wir nur da hoch, weil wir ein kostenloses, sauberes Klo brauchten und die sind rar in der Stadt der Liebe.

Aber bei dem herrlichen Wetter haben wir dann auch die Aussicht genossen und sind ein wenig durch das Quartier gelaufen. Nach 3 Stunden da oben, verspürte ich erneut ein drückendes Bedürfnis, also gings ins Lafayette. Dort haben wir anschließend bei kühlem Wind, aber tollem Sonnenschein auf der Terrasse gegessen.

Als es dunkel wurde, sind wir weiter zum Eiffelturm, um dort den Sonnenuntergang zu sehen. Den haben wir allerdings knapp verpasst und stattdessen uns einen Schokocrèpe geleistet.

Am Sonntag sind wir bei ebenso schönem Wetter auf die Seine-Inseln und haben uns am Fluss gesonnt. Anschließend haben wir die Türme von Notre-Dame erklommen. Von dort oben hat man eine wunderbare Aussicht auf die Stadt-wie im Film!
Wieder unten angekommen, stand da ein Mann und hat die Spatzen und Tauben gefüttert. Das hat mich irgendwie an Mary Poppins erinnert. Und als ich ihn fotografieren wollte, da hat er mich und Anna an der Hand gepackt und uns ein Stück Kuchen in die Hand gegeben, den Fotoapparat genommen und dann gewartet, dass die Spatzen kommen, um ein Foto zumachen. Naja, die Bilder sind nicht gut geworden, weil Anna und ich uns total erschrocken haben und Angst hatten, die picken uns in die Finger.
Gegen Abend, als es dann kühler wurde, sind wir ins musée Carnavalet gegangen, um uns die Geschichte von Paris anzuschauen. War richtig interessant, Münzen, Stoffe, Gemälde und Waffen aus der Zeit der Revolution zu sehen-hätte ich nie gedacht!
Das Museum liegt im Marais, eines der ältesten Quartiers von Paris. Dort ist es gerade abends sehr schön, wenn man sich in eine kleine Bar oder Brasserie setzt (aber nicht auf die Preise schauen!!!). Vom village St.Paul bis zur Bastille findet das Nachtleben von Paris statt.

Am Montag sind wir dann ins Schloss von Fontainebleau, weil es geschneit hat und ich abends wieder arbeiten musste.
Am Dienstag haben wir beide uns tolle Wintermützen aufm Markt gekauft denn es war immernoch a****kalt. Danach waren wir bei einem Elsässer Flammkuchen essen. Das war super lecker!
Am Mittwoch musste ich leider den ganzen Tag arbeiten und Anna hat die freie Zeit für Semi genutzt.

Aber am Donnerstag waren wir dann wieder bei super Frühlingswetter in Paris. Wir sind zum Arc de Triomphe gefahren und von dort die Champs-Élysées runter, haben in der Avenue Montaguie in die Schaufenster der großen Designer geschaut und sind dann die Seine entlang zurück zur Métro gegangen.

Am Freitag, Annas Abreisetag, sind wir zur Freiheitsstatue gefahren. Die steht direkt an der Seine, in der Nähe des Eiffelturms und ist eine 9m große Kopie von der in New York City. Anschließend haben wir den letzten gemeinsamen Tag schokoladeschlürfend an Notre-Dame, unserem Lieblingsplatz der Stadt, ausklingen lassen. Da wir dann aber noch Zeit hatten, sind wir mit einem Baguette in einen Park in der rue Rivoli, haben uns gesonnt und rumgealbert, bis einer heulen musste.
Und dann ist sie gefahren...


Diesen Sonntag war ich übrigens in einem Musical, bei dem meine Gastmutti mit gewirkt hat (Sie spielt Querflöte). Es war total schön und es hat mich an die Schulzeit und unser Musical erinnert. Das war echt eine tolle Zeit! Marie, Moni...wisst ihr noch, wie wir vor Aufregung zitternd hinterm Vorhang standen und gelunst haben, wer alles da ist? Und wie wir später, als wir die Großen waren, mit Freude die Kleinen herumkommandiert haben? Und wie wir uns bei der Rumba gezofft haben, weil wir uns nicht entscheiden konnten wer von nicht im Takt war? Ich muss sagen, der Abend hat mir gezeigt, wie sehr ich die Zeit vermisse.

Nun gilt es die letzte Woche vor den Ferien zu meistern-dann habe ich erst mal URLAUB!

Liebste Grüße, bises



16.2.10 15:49


noch mal kurz was von mir

Ich muss euch unbedingt noch was erzählen:

Ich habe heute SCHNECKEN gegessen!!!

Eigentlich hab ich mich schon bei dem Gedanken daran geekelt, aber ich muss gestehen, es war gut! Auch wenn das schwarze Etwas aussah wie ne verschrumpelte Schnecke, die mich sogar angeschaut hat, und ich Angst hatte gleich den ganzen Schleim im Mund zu haben, habe ich mich getraut, sie in den Mund zu nehmen...sie war erstaunlich zäh. Eigengeschmack hat sie eigentlich nicht wirklich viel...sie wird mit Brot und einem Knoblauch-Petersilien-Butter-Pesto gegessen.

Also gar nicht mal übel!

Jetzt hab ich innerhalb einer Woche ne ganze Menge Sachen gegessen, an die ich mich nie rangetraut habe!


Heute hat es übrigens nicht aufgehört zu schneien! Hier herrscht jetzt totales Chaos...hier ist noch immer kein Winterdienst erschienen...mir ist das zu hoch! Und dann vielen auch noch 6 (!) Züge aus. Ich stand anderthalb Stunden am Bhf...für nichts...bin dann zur Schule der Kids gesprintet und bei der Mam mit gefahren. Ich hab echt keinen Bock mehr auf Zugfahren...wenn morgen irgendwas schief geht, dann kriege ich nen Koller!!! Also Daumen drücken, dass alles gut geht. Wobei ich noch nicht weiß, ob ich komme, wenn es bei euch minus 15 Grad sind und es noch kälter werden soll...also die Heizung aufdrehen!


Hab euch lieb!

18.12.09 22:58


mal wieder was von mir

Hallo ihr Lieben!


Nun will ich endlich mal meinen Rückstand aufholen und euch berichten was in den letzten 3 , fast 4, Wochen so alles vorgefallen ist.

Alles fing damit an, dass ich am Montag vor drei Wochen plötzlich kein Internet mehr hatte. Der Vati war auf Geschäftsreise und sollte erst Mittwoch wiederkommen. Okay, bis dahin werde ich es auch ohne aushalten, dachte ich mir. Ich war auch ganz tapfer...habe endlich mal wieder Hausaufgaben gemacht und gelesen Mittwoch ruft der Vati an, er käme erst Donnerstag. Okay, abends war eh Training. Als der Vati abends heimkam, habe ich fest damit gerechnet gehabt, er könne das Problem beheben...FALSCH GEDACHT!!! Er konnte nicht. Stattdessen ging das Telefon auch nicht mehr. Wir waren also von der Außenwelt abgeschnitten. Er hat am nächsten Tag gleich bei der Telekom angerufen. Hier ist es aber nicht anderes als in Deutschland: Keiner fühlt sich verantwortlich. Man hat uns stattdessen auf Montag vertröstet...am Montag auf Freitag und am Freitag wieder auf Montag. Wir hatten mittlerweile erfahren, dass unser Nachbar auch weder Inet noch Telefon hatte. Letzten Montag kamen dann endlich welche von der Telekom. Die haben uns erzählt, dass die ganze Straße kein Telefon und Internet hat...seit 2 Wochen!!!!!!!!!! Ich hatte schon richtig schlechte Laune...so ganz ohne Neuigkeiten von zu Hause, niemanden zum stundenlangen quatschen via Skype...aber ich habe es überlebt! Seit anderthalb Wochen funktioniert wieder alles!

So nun aber mal zu dem was ich alles erlebt habe in der Zeit:


Am 27. November war in Fontainebleau großer Sankt-Martins-Umzug. Die Kinder hatten alle selbstgebastelte Laternen, es gab einen Sankt Martin der hoch zu Ross voran ritt und es wurde all die Lieder gesungen, die ich noch aus dem Kindergarten kenne. So sind wir etwa eine dreiviertel Stunde durch die Stadt gelaufen...ich mit Kinderwagen, zwei Knirpsen, ner kaputten Laterne und Vorfreude auf den Glühwein am Schluss. Und der war richtig gut! Ich habe ihn Schluck für Schluck genossen und dazu gab es Weckmänner. Es war also ein rundum gelungener Abend. So manche deutsche Tradition vermisst dann hier schon mal. Hier ist auch Weihnachten nicht das, was es zu Hause ist...es ist eigentlich nichts. Die Straßen sind zwar geschmückt und in den Geschäften laufen schlechte Weihnachtslieder, aber das wars auch schon...

Am Samstag war ich dann in Paris, um mich beim Weihnachtsshopping von der Masse von Geschäft zu Geschäft schieben lassen zu dürfen. Das stundenlange Anstehen an den Kassen ist mir glücklicherweise erspart geblieben, denn ich habe nichts gefunden...

In der folgenden Woche ist dann nichts erwähnenswertes passiert...ich war beim Sprachkurs, habe mich von ungeduldigen Quälgeistern nerven lassen, war Entenfüttern und ich habe zwei Adventspakete von zu Hause bekommen. Darin waren viele viele Leckereien wie Lebkuchen, Stollen, Marzipan, Pralinen, aber auch Weihnachtsdekoration und Adventskalender, sogar ein Selbstgebalstelter war drin! Danke, Danke, Danke!!! Ich habe mich am Donnerstag dann auch gleich an das Gestalten meines Zimmers gemacht. Es ist schön weihnachtlich geworden.

Samstag war ich bei Silja, weil ihre Familie eine Abschiedsparty gegeben hat (die ziehen nach Singapur) und ich mir etwas dazu verdienen konnte.

Die Partygäste waren alle im AC/DC-Schuloutfit gekleidet, denn die Party trug das Motto: Back to School. Silja und ich hatten uns auch verkleidet: Rock, Kniestrümpfe und Pipi-Langstrumpf-Zöpfe. Wir waren für die Getränke und das Essen zuständig. Das hieß, allen Neuankömmlingen ein Glas Champagner in die Hand drücken und immer aufpassen, dass die Gläser voll sind.

Ja, es gab echten Champagner...gleich zwei Sorten!!! Desto später die Stunde, desto betrunkener wurden auch die Gäste. Das haben wir genutzt, um es uns ein bisschen gut gehen zu lassen und haben uns vom Champagner bedient. Ich kann ganz hochnäsig sagen, dass mir der Weiße besser schmeckt als der Rosé und warmer Champagner schmeckt nun wirklich nicht!!!

Aber das war noch nicht der ganze Luxus: Es gab außerdem Sushi und hochwertige Schokoladendesserts. Natürlich haben wir alles mal probiert...aber ich muss sagen, ich weiß nicht warum alle Welt Sushi ist, das schmeckt ja überhaupt nicht!

Es war ein wunderbarer Abend. Wir hatten unendlich viel Spaß, obwohl wir ja eigentlich arbeiten mussten. Das war die perfekte Ablenkung von der herannahenden tristen Arbeitswoche. Die Zeit verging unheimlich langsam. Dann kam das Wochenende aber doch noch.

Am Samstag war ich wiedermal in Paris, um Weihnachtsgeschenke zu besorgen. Und diesmal war ich erfolgreich...zumindest zur Hälfte! Dafür kam ich auch mit geschwollenen Blattfüßen wieder. Ich habe mich von der Menschenmasse durchs Lafayette, die Rue Rivoli (große Einkaufstraße), das Einkaufszentrum in „La Defense“ und die Metro schieben lassen.

Aber das Beste war der Weihnachtsmarkt in „La Defense“. Der ist für französische Verhältnisse echt super. Ich habe leckeren Glühwein getrunken (fast wie zu Hause...aber eben nur fast), Stollen, Crèpes und Beignets gegessen (und ja, ich hatte hinterher Bauchschmerzen). Aber das beste war: Ich habe eine Auster gegessen! Ich frag mich allerdings warum die unter Feinschmeckern so beliebt sind. Die schmecken eigentlich nur nach gesalzenem Meerwasser und so wies am Fischstand riecht...dazu kann man nicht lecker oder eklig sagen...es ist einfach salzig!

Am Sonntag hab ich dann allerdings das Vergnügen haben dürfen, das erste Mal „moule“ (Miesmuscheln) essen zu dürfen. Die waren richtig lecker! Auch wenn mich die Konsistenz sehr an Pilze erinnert hat.

Anschließend war ich bei der Schulweihnachtsfeier der Kinder. Da gab es endlich wieder leckere deutsche Kuchen und Lebkuchen.

Aber mich überfordert langsam der ständige Wechsel zwischen Deutsch, Französisch und Englisch. Abends gings dann nämlich zur Au Pair-Abschiedsparty. Da wir aber alle am nächsten Tag wieder arbeiten mussten, haben wir nur bis elf gemacht. Der Abend war aber sehr lustig-nur eben ein Kauderwelsch aus Englisch und Französisch und ab und zu Deutsch. Wusstet ihr, dass das am häufigsten verwendete Schimpfwort in Australien und Neuseeland „Scheiße“ ist??? Tja, was man nicht alles so lernt, an so nem Abend!


Der folgende Tag, mein Geburtstag (an der Stelle vielen Dank für die vielen vielen Glückwünsche), war total schön! Zunächst konnte ich „ausschlafen“. Statt um 7 fing mein Tag erst halb 9 an.

Dann bin ich von meiner Gastmutti mit frischem Baguette, Geburtstagskuchen und einem Geschenk empfangen wurden. Anschließend bin ich wieder zu der französischen Familie zum Babysitten und dort gab es noch mal Geschenke und sogar ein Geburtstagsessen mit Spätzle und Geburtstagskuchen! Das war ein wirklich gelungener Tag!


Gestern hat es den ganzen Tag geschneit...und ein Ende ist nicht in Sicht. Jetzt liegen etwa 10 cm Schnee...wie ich gehört habe mehr als zu Hause.

Da wollte ich heute mit den Kindern einen Schneemann bauen, aber der Schnee hält nicht. Verdammt!

Die Franzosen kommen mit dem Schnee aber gar nicht klar. Da fahren keine Busse mehr, die Straßen werden nicht geräumt und niemand hat Winterreifen. Das sind vielleicht Zustände!

Aber mir solls recht sein, solange der Zug am Samstag deswegen nicht ausfällt.

Zu allem Übel wollen die am Wochenende auch noch streiken. Ich hoffe nur, dass sie mich damit verschonen!

Wie die Zeit letztendlich doch verging...nun muss ich nur noch einmal schlafen, dann bin ich wieder zu Hause-Koffer ist schon gepackt!

Heute ist erstmal große Bescherung: Da werden Geschenke verteilt...und ich kriege auch was!


Ich freu mich riesig auf euch!


Eure ungeduldig wartende Susi

18.12.09 08:00


...

Nun ja, aus den Briefen ist am Samstag nun doch nichts geworden. Meine Muse war wohl vorübergehend verhindert. Außerdem war es einfach zu verlockend, es sich mal wieder mit einem Buch gemütlich zu machen. Dabei habe ich viel Tee getrunken, nicht geredet, Medikamente geschluckt...genau wie mir aufgetragen wurde und mir gings dann heute tatsächlich schon besser.

Nachdem ich das Buch durch hatte, musste ich mich wohl oder übel meinen Hausaufgaben widmen...von nichts kommt schließlich nichts (ich weiß Mama ) Nach ne halben Stunden habe ich dann beschlossen, dass das reicht, schließlich habe ich mein Abi schon

Dann habe ich mich einem genauso leidigen wie auch notwendigen Thema zugewendet: meiner Zukunft. Tja, was soll mal aus mir werden? Nun, ich will zunächst mal älter werden, dabei immer gut aussehenich will mein eigenes Geld verdienen, damit machen was ich will, einen sicheren und guten (=erfolgreichen) Job haben, irgendwann mal Oma werden (nur darüber ob ich auch Mutter und Ehefrau werden will, bin ich mir noch nicht im Klaren ), ich will Spaß am Leben haben,viele Menschen kennen lernen, die Welt sehen...

Also meine Pläne für mein Leben scheinen doch umfangreicher, als zunächst gedacht.

Nun muss ich noch den Weg finden, diese auch zu verwirklichen:

-Älter werden ist ganz einfach...das geht von allein, darum brauche ich mich nicht zu kümmern, das Aussehen wird Erfahrungen zu Folge aber leiden müssen...da bin ich machtlos (auch Olaf Olaz ).

-Oma werden hat noch Zeit, allerdings müsste ich, um diesem Ziel näher zu kommen, zunächst einmal Mutter werden. Das ist aber weiß Gott auch nicht eilig.

-Um eigenes Geld zu verdienen, braucht man einen Job, der bei mir ja möglichst erfolgreich und sicher sein soll, außerdem nicht langweilig, denn ich will ja Spaß am Leben, viele Menschen kennen lernen und die Welt sehen...allerdings sollte er daher auch möglichst gut vereinbar mit meinem Privatleben sein, das heißt so wenig Zeit wie möglich in Anspruch nehmen (bei gutem Verdienst )...

Also fing ich an mir Gedanken zu machen, was denn da für ein Job bzw. was für ein Studium für mich in Frage käme. Daraufhin habe ich mir eine Liste gemacht mit Schulfächern, Studienfächern und Berufsfeldern, die mich interessieren würden (lernen soll ja schließlich auch Spaß machen und ich mache bestimmt nichts, was mich nicht interessiert!):

Psychologie, Biologie, anderen helfen, Jura, Lehramt, Französisch, Englisch, international arbeiten, Wirtschaft, Medizin (wurde aber sofort ausgeschlossen, aufgrund prägender Erfahrungen in der Vergangenheit ), etc.

Dann habe ich eine Liste mit passenden Studienfächern entwickelt:

Psychologie, Biotechnologie (leider fehlt mir dafür das technische Verständnis), Biowissenschaften (zu grob gefasst, da war ja alles von Chemie bis Physik drin), Ernährungswissenschaft (nicht wirklich überzeugt von, weiß nicht warum ), Jura (jahrelanger Traum, wurde aber vor nem Jahr bereits in Frage gestellt und irgendwie fallen mir weder Pro- noch Contra-Argumente ein), Lehramt (nur welche Fächer? Und außerdem werd ich mir dann wohl eine neue Unterkunft suchen müssen ), Romanistik und Anglistik (naja, Taxifahrer ist definitiv nicht mein Berufswunsch), internationale/europäische Wirtschaft, etc.

Da viel schon mal einiges weg, obwohl es sehr interessant klang, doch leider wird der Beruf des Langzeitstudenten nicht gut bezahlt. Am Ende blieben dann noch Psychologie, internationale/europäische Wirtschaft und Jura (in Klammern!) übrig.

Dann wusste ich nicht mehr weiter...an dem Punkt war ich schon oft angelangt.

Am besten wäre es alles zu machen...nur leider nicht möglich.

Doch dann kam mir eine Idee: Wie wäre es mit einem Bachlor in Psychologie um anschließend einen Master in Journalistik oder Medien-und Kommunikationswissenschaft dranzuhängen. Und wenn man bei Psychologie bleiben will, ist das ja kein Problem mit dem Bachlor-Master-System.

Nun ja, überzeugen tut mich diese Aussicht auch nicht. Das ganze muss sich jetzt erst einmal setzten und ich muss Erfahrungsberichte einholen. Damit bin ich nun die nächste Zeit beschäftigt. Mal sehen, was am Ende dabei rauskommt


Heute war ich in Paris im Ballett-ein vorzeitiges Geburtstagsgeschenk Schließlich muss man einmal im Palais Garnier, der Oper Napoleons, eine Aufführung erlebt haben. Und damit ich auch alles verstehe, gab es eben ein Ballett Es war sehr beeindruckend. Modern, interessant und beeindruckend.

Zuvor hatte ich allerdings eine Begegnung der dritten Art.

Als ich im Gare de Lyon zu meiner Métro wollte, sprach mich so ein Typ an: Wo kommst du denn her?...Kannte der mich?...Nee, eindeutig nicht...okay...habe trotzdem nett geantwortet, in der Hoffnung, dass er mich in Ruhe lässt, wenn er merkt, dass ich deutsch bin und warscheinlich nicht gut französisch spreche...Verdammter Mist, hat er nicht...also habe ich noch mal gesagt, dass mein französisch très mal (sehr schlecht) ist...immer noch nichts...der folgte mir weiter in die Métro. Also gut, dachte ich mir, ich muss ja dann eh bald raus. Wir haben ein bisschen gequatscht...er ist mir beim Umsteigen gefolgt und sogar mit mir wieder ausgestiegen...und ihm folgte die ganze Zeit ein komischer Typ, den er mir als seinen Cousin vorstellte. Als er dann meine Handynummer wollte, damit wir uns nach meinem Ballett noch treffen können, habe ich ihm erzählt, ich hätte gar kein Handy...ich wollte ihn einfach nur loswerden...aber da gab er mir seine Nummer, damit ich ihn anrufen kann (nur ich hatte ja kein Handy )...man, war der dämlich...er meinte dann aber, er würde in drei Stunden hier an der Métro auf mich warten. Sollte er doch, wenn es ihm Spaß macht...ich würde jedenfalls nicht kommen War ich froh den endlich los zu sein. Der war nicht nur penetrant, vor allem war mir sein angeblicher Cousin suspekt. Wer weiß, was die wirklich wollten...meine Handtasche haben sie jedenfalls nicht bekommen, die habe ich die ganze Zeit festgehalten

Damit ist das nächste Wochenende rum (die Zeit vergeht mittlerweile sehr schnell)...wiedereinmal elebnisreiche zwei Tage
Ein ruhiges Wochenende habe ich schon lange nicht mehr erlebt...dafür folgt nun wieder eine gewöhnliche, anstrengende Woche!


Ich hoffe es geht euch allen gut!

Freu mich auf euch!!!

23.11.09 00:17


viel Kultur, Aufklärung und Schweinegrippe

Nun will ich endlich mal aufholen und euch erzählen, was ich die letzte Woche so alles erlebt habe. Und das war ne ganze Menge:


Am Samstag gings nach Paris zum Shoppen. Vorher war ich mit Silja noch mal im Centre Pompidou und haben etwas Kultur gemacht. Wenn man hier wohnt, kommt man da gar nicht drumherum

Sonntag bin ich mit Maria ins Musical gegangen. Es lief Zorro. Es war wirklich beeindruckend, auch wenn ich nicht viel verstanden habe, da ich weder spanisch kann noch mein französisch gereicht hat, aber es war beeindruckend. Wir waren in einem sehr alten und bekannten Kabarett: „Les Folies Bergère“ im 9e Arrondissement. Der Sall ist noch im Orginal, sehr prächtig, mit viel Gold und Rot. Maria und ich hatten unsere eigene „Loge“. Wir saßen unten im Parkett. An der Seite sind dort kleine Kämmerchen mit jeweils 4 Plätzen. Da ist man dann ganz unser sich

Auf dem Rückweg sind wir an einem jüdischen Bäcker vorbei gekommen. Dort habe ich mir ein Schweinsohr gegönnt. Das war unglaublich gut, so leckere hab ich in Deutschland noch nie gegessen


Am Montag habe ich mir tagsüber beim Babysitten wieder etwas dazu verdient und viel französisch geredet.
Am Abend hatte ich dann wieder meine Kinder. Als ich Matthieu vom Tanzen abholen wollte, wurde ich von Marie ganz schön überrumpelt. Sie fing plötzlich an: „Weißt du, wo die Kinder herkommen?“ Uiuiuiuiui...damit hätte ich nie gerechnet. Was sagt man denn so nem Kind? Ich fing schon an rumzustottern, da meinte sie schon: „Die Kinder kommen aus dem Bauch der Mama und der Papa hat den Samen in seinem Sissi. Aber wie kommt der in den Bauch der Mama?“
Ups...mmmh, gut, und jetzt??? Naja, ich habs dann doch irgendwie zu ihrer Zufriedenheit erklären können. Aber das war ne Erfahrung fürs Leben.


Mittwoch waren die Kinder wieder den ganzen Tag zu Hause. Damit ich sie etwas zur Ruhe kriege, habe ich mit ihnen Weihnachtsfensterbilder gebastelt. Das hat richtig Spaß gemacht. Und wir haben sogar ganz tolle Sachen zu Stande gekriegt. Ich werde noch zum Bastel-Freak.

Abends war endlich wieder Training und ich habe meinen Spielpass bekommen!!!


Gestern Abend habe ich dann erfahren, dass der Junge von Silja die Schweinegrippe hat...nun ja, damit fällt nun unser geplantes Plätzchen backen am Samstag aus. Also werde ich den Tag nutzen, um endlich wieder Briefe zu schreiben und mich auszukurieren. Denn Sonntag muss ich wieder fit sein, damit ich ins Ballett gehen kann.


Nun muss ich aber wieder los zum Babysitten.

Ich wünsche euch ein schönes Wochenende!


Denk an euch

20.11.09 10:19


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