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Die Woche ist geschafft und ich auch!

Der Mittwoch war ja frei. Nachdem ich bis um 9 im Bett lag (schlafen konnte ich aufgrund des Lautstärkepegels schon seit 7 nicht mehr) bin ich wieder nach Paris gefahren. Da es wunderschönes Wetter war, bin ich zum Cimetière Montmatre gefahren. Ich musste einmal um den gesamten Park laufen, um den Eingang zu finden. Dann habe ich Heinrich Heine besucht und bin noch etwas herum geschlendert. Danach bin ich runter in die Stadt gelaufen und habe mich hinterm Lafayette in ein Café gesetzt, Mousse au Chocolat gegessen(ich konnte einfach nicht wiederstehen), Café au lait getrunken und Leute geguckt. Das wäre der perfekte Ort, um soziologische Studien über das Verhalten verschiedener Gesellschaftsschichten zu führen. Auf der einen Seite sieht man dort die Tpuristen in Massen. Sie betreten das Gebäude meist mit der Kamera im Anschlag und verlassen es mit einer winzigen Lafayette-Tüte. Sie werden entweder von der Metro oder von ganzen Reisebussen ausgespuckt, quetschen sich durch die Massen und probieren alles an und lassen sich dann darin fotografieren. Es gibt allerdings auch die Menschen, die es sich leisten können, dort shoppen zu gehen. Sie sind unauffällig, aber teuer gekleidet, meist mit Sonnenbrille und werden ausschließlich in verdunkelten Edelkarossen vorgefahren und betreten, dass Kaufhaus nur durch den Nebeneingang und niemals allein.

Ich habe mich schließlich nach anderthalb Stunden unter die Touristen gemischt und bin zurück nach Hause gefahren.

Der Donnerstag begann dann mit viel Ärger und Stress. Matthieu war früh ohne Zahnspange aufgestanden und wusste nicht mehr wo sie war. Natürlich war er nicht schuld dran. Wofür hat er auch eine Mama und ein Au Pair? Die müssen doch alles wissen! Also haben wir das ganze Haus auf den Kopf gestellt...die Zeit ran uns davon, schließlich mussten die ja in die Schule. Nachdem ich das dritte Mal überall geschaut hatte, viel ihm ein, dass er die im Auto vergessen hat. Na toll! Da hätten wir ja noch Stunden suchen können und schlechte Laune hatten jetzt auch alle!

Die hatte sich Nachmittag auch noch nicht ganz legen, also begann der Stress von vorne, nur mal drei. Die Kinder waren richtig anstrengend.

Heute war ich mit auchnoch alleinmit ihnen. Da hatte ich schon schlimmste Befürchtungen, aber es hat sehr gut geklappt. Fernsehverbot und Süßigkeitenentzug zieht doch immer wieder!

Morgen ist nun endlich Wochenende! Das heißt nur noch 5 Wochen bis ich heim komme. Ich freue mich schon auf deutsche Weihnachtsmärkte mit Glühwein, Schokoäpfeln und gebrannten Mandeln!

Nun hoffe ich, dass es wieder 20 Grad werden, so wie heute...da macht shoppen in Paris noch mehr Spaß!




13.11.09 21:14


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Hallo ihr Lieben!

Heute ist schon Dienstag und ich habe immer noch nicht erzählt wie mein Wochenende war. Aber tagsüber hab ich meist keine Zeit und abends bin ich immer viel zu müde, um noch kreativ zu sein. Aber morgen ist Feiertag, d.h. für mich FREI!!!!! Da nehme ich mir endlich mal Zeit, was zu erzählen.


Am Samstag bin ich mit Silja und Maria nach Paris gefahren (wie eigentlich fast jedes Wochenende). Wir waren im musée d'Orsay, vor dem ausnahmsweise mal keine Schlange stand. Was soll ich dazu sagen? Es ist eben ein Kunstmuseum, in dem viele Skulpturen sieht und viele Gemälde (also hauptsächlich Impressionismus). War aber schon cool, die Bilder ausm Lehrbuch mal in echt zusehen.

Anschließend sind wir ein bisschen durch die Viertel St. Michel und St. Germain gebummelt. Ich konnte mal wieder keinem Buchladen widerstehen und habe mir nicht nur wieder ein englisches Buch bei „Shakespeare and Company“ sondern auch 3 französische Kinderbücher zum Vokabeln lernen. Danach sind die anderen beiden heim gefahren, weil Silja babysitten musste.

Ich habe habe anschließend mein französisch auf die Probe gestellt und bin zum H&M gefahren, um eine Hose, die sich als Fehlkauf herausgestellt hat, umzutauschen. Dank des Kassenzettels wusste ich auch schon, dass das „remboursser“ heißt. Ich dachte mit dem Kenntnisstand konnte es ja nun nicht mehr so schwer sein. Also bin ich mutig auf die Kassiererin zu und meinte; „Je voudrais remboursser les pantalons, s'il vous plait!“ Mhhh, da war was schief gegangen. Die hat mich angeschaut, wie ne Kuh, wenns donnert. Was hatte ich denn bitte falsch gemacht? Ich war höflich, hab Vokabeln gelernt...und außerdem bin ich auch nur ein Au Pair, das leicht überfordert schient! Na gut, ich hatte dann wohl doch keinen Fehler gemacht...sie fing plötzlich an wie ein Wasserfall auf mich einzureden. Ich war komplett am Ende meiner Nerven. Wenn ich gesagt habe, sie solle doch bitte langsamer reden, dann hat sie eine kurze Pause gemacht und das Lied begann von vorne. Nach minutenlanger Hilflosigkeit auf beiden Seiten, haben wir es mit Händen und Füßen geschafft uns zu verständigen und ich habe schließlich mein Geld zurück bekommen.


Für Sonntag haben Maria und ich Karten für das Musical „Zorro“ geschenkt bekommen. Die sollte allerdings mit der Post ankommen und die folgt hier französischen Regeln: da werden aus 3 Tag eben 2 Wochen. Das hieß, die Karten haben ihren Weg wohl nicht geworden...also fiel Musical aus. Da ich aber nicht zu Hause hocken wollte bin ich diesmal nach Versailles gefahren und habe mir das Schloss angeschaut. Es war wirklich beeindruckend, aber ich war trotzdem ein wenig enttäuscht, weil ich mehr erwartet hatte als nur ein paar vergoldete Räume. Anschließend wollte ich noch einen Spaziergang durch den riesigen Garten machen, aber dafür war es dann zu kalt und windig.


Montag fing dann wieder der ganz normale Wahnsinn mit einem kulturellen Highlight an: Die deutsche Abteilung der Internationalen Schule von Fontainebleau hat ein Theaterstück zum 20-jährigen Jubiläum des Mauerfalls gebracht. Es war sehr interessant, wie die Schüler in Frankreich das Thema behandeln. Anschließend hatte es sich meine Vorahnung bestätigt: Wenig Recherche, dafür um so mehr Klischees. Im Großen und Ganzen war es eine ganz gute Unterhaltung.

Dafür bin ich seit gestern auch richtig krank...mal wieder das volle Programm inklusive Stimmverlust und beginnender Amnesie seit heute.


Heute habe ich dann den Vogel abgeschossen. Ich muss ja dienstags die Kinder an der Schule abholen und mit ihnen mit dem Bus heimfahren. Der Bus hatte Verspätung, es war arschkalt, Marie hatte Hunger, es wurde bereits dunkel, die Mutti war mitm Julien beim Arzt...und ich hatte meinen Schlüssel vergessen. Na toll! Da standen wir vor der Tür und haben auf die Mutti gewartet...anderthalb Stunden lang!!! Alles nur wegen meiner Vergesslichkeit.


Morgen habe ich also frei. Tja, keine Ahnung, was ich da mache. Es ist ja Feiertag, also alles geschlossen, aber irgendwas findet sich immer.


Na dann eine gute Restwoche und bis Bald!


Vermiss euch!



10.11.09 21:45


französische Betten, Champagner, Ferienstress und Kindsein

Am Wochenende hatte ich nun ein wahrhaft französisches Wochenende. Am Freitag ging es ganz früh nach Lille. Dort wurde ich abgesetzt und bin bei wunderschönstem Herbstwetter durch die Stadt gelaufen. Naja, viel gab es nicht zu sehen. Es gibt ein paar echt tolle Häuser, aber sonst nichts. Überall kommt man zu Fuß hin. Nach einer Stunde hatte ich alles gesehen. Da sie mich allerdings erst halb 6 wieder holen wollten, bin ich shoppen gegangen. Es gibt dort wirklich tolle Läden. Jetzt habe ich wenigstens Weihnachtsgeschenke für die Kids.

Es war zwar ein schöner Tag, aber ich glaube ich muss da nicht nochmal mit hin, habe ja jetzt alles gesehen. Die Stadt ist nicht größer als Erfurt, aber irgendwie kam sie mir winzig vor...kein Wunder eigentlich wo ich nun jedes Wochenende in Paris bin.

Am Abend habe ich dann erstmal die französischen Großeltern gesehen. Sie sind sehr nett, aber gar nicht wie die Omas und Opas bei uns...sehr reserviert, haben sich kaum für die Kinder interessiert und sie überhaupt nicht verwöhnt. Aber sie haben ein tolles Haus. Es ist ein richtiges Anwesen mit riesigem Garten. Jeder hatte sein eigenes Zimmer. Dort war einfach alles französisch: Die Möbel (sahen aus wie aus dem 18.Jh.), die Steckdosen (natürlich haben mein Föhn und mein Glätteisen nicht rein gepasst), die Türen (schließen nicht) und die Betten. Die französischen Betten sind etwa so hoch wie die Amerikanischen, allerdings nur 90x200cm groß. Wenn man sich drauf setzen will, dann ist das wie die Besteigung der Zugspitze, hat man es dann geschafft, kann man Füße baumelnd die Aussicht genießen. Passend dazu ist das Bett hart wie Fels. Auf die zwei steinharten Matratzen kommt schließlich nur ein Bettlacken und zwei Wolldecken. Das ganze ist zusätzlich unter die obere Matratze geklemmt, damit man nachts, wenn man sich darunter zwängt, bloß nicht herunterfällt. Aber erstaunlicherweise habe ich sehr gut geschlafen. Das einzige störende Element war die Heizung. In ihr tropfte stetig Wasser, es klang wie ein Springbrunnen.

Das Highlight des Wochenendes war der Samstag, der Geburtstag meines Gastvatis. Eigentlich bestand der Tag nur aus Essen. Um 1 hat die Oma zum Tisch gerufen und wir haben mit dem Entrée begonnen. Dazu gab es zur Feier des Tages echten (!) Champagner. Der war so unglaublich lecker und mein Glas schien sich nicht zu leeren, da der Großvater sofort nachschenkte (ich konnte ja nicht wissen, dass man sein Glas voll lassen muss, wenn man nicht mehr will...das habe ich erst hinterher gelernt). Anschließend gab es die plat principale natürlich mit Rotwein, wobei ich schon das Gefühl hatte einen hängen zu haben. Da wir aber so viel gegessen haben, hat sich das schnell wieder kompensiert. Mit der ganzen Prozedur waren wir schließlich halb 3 fertig. Da hatten wir allerdings noch kein Dessert gehabt, das obligatorisch zu jedem französischen Essen gehört.

Doch damit mussten wir  warten bis die Patenkinder des Geburtstagskindes erschienen. Als die eine halbe Stunde später kamen, wurden die Geschenke mit großem Tara und Singen (Ich habe nicht mitgesungen!) überreicht und sogleich ausgepackt. Halb 4 haben wir dann mit dem Dessert begonnen. Es gab super leckere Nusscremetorte...natürlich mit Champagner.

Abends sind die Kinder, verkleidet als Dracula und Gespenst, mit „Bonbons ou j'achète un sort“ von Haus zu Haus gegangen. Leider waren sie die Einzigen, aber es hat ihnen richtig Spaß gemacht und die Ausbeute war gar nicht schlecht.

Am Sonntag Abend kamen wir nach einer extrem anstrengenden Fahrt (Julien hatte im Auto drei Krisen und hat nur gebrüllt und ich saß genau vor ihm) wieder in Moret an.

Damit begann der Ferienstress...Hausaufgaben, aufräumen, quänglige Kinder, Müdigkeit und dazu noch schlechtes Wetter.

Am Dienstag sind wir mit den Großen nach Paris ins Museum gefahren." La cité des enfants" ist ein Wissenschafts-Museum für Kinder. Da können die Kids ganz viel Sachen ausprobieren. Es gibt Wasserspiele, man kann in seinen Körper schauen, es gibt eine Art Spiegelkabinett, man kann die Sprintgeschwindigkeit messen lassen, es gibt einen begehbaren Ameisenhaufen, ein Schmetterlingshaus, ein TV-Studio, man kann chinsesisch und arabisch schreiben lernen, Etiketten batelnt, sehen wie ein Motor arbeitet...es gab so viel. Den Kindern hat es super gefallen und ich hab mich anderthalb Stunden wieder wie ein Kind gefühlt.
Der Tag war unglaublich toll.

Gestern war ich mit den 3 Rabauken den ganzen Tag zu Hause.Wir haben viel gebastelt und gemalt, die haben sich gezofft (worauf Marie mir einen Kuss gegeben hat und meinte ich sei die alller aller Liebste) und wir haben rumgetobt (was zur Folge hatte, dass der Julien heute mit blauem Auge in die Schule gehen musste).

Nun sind die Ferien endlich vorbei und ich hab wieder etwas mehr Ruhe.

Am Wochenende geh ich mit Maria nach Paris ins Musical „Zorro“. Ich freu mich schon riesig. Allerdings habe ich nichts zum Anziehen, das hängt alles zu Hause im Schrank...da muss ich Samstag noch mal shoppen gehen.

 

Drück euch!


5.11.09 12:45


Ich habe mich verliebt...

Ja es ist wahr, ich habe mich verliebt...in Paris!

Die Stadt ist einfach unglaublich!


Ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll...

Also da sind zum Einen die vielen unterschiedlichen Menschen, die zu beobachten einfach nur Spaß macht. Die Touris irren mit Digicam, Rucksack und Stadtplan umher. Man muss allerdings zwischen drei Arten unterscheiden.

Es gibt die Asiaten, die jeder schon einmal irgendwo in einer größeren Stadt mit Kultur entdeckt hat. Sie sind auch schwer zu übersehen, da sie meist in riesigen Gruppen auftreten, stets die Welt durch das Objektiv ihrer Kamera betrachten und modisch gesehen die interessanteste Gruppe sind. Sie scheinen die Designer von morgen zu sein oder geradewegs einem Manga entsprungen.

Weiterhin ist die Spezies der Amerikaner zu beobachten. Diese ist, allen Gerüchten zum Trotz, nicht an ihrer Leibesfülle zu erkennen. Sie sind vielmehr aufgrund ihrer Reiseführer „Europa in 3 Tagen“ oder „Paris in 50min“ ausfindig zu machen. Man begegnet dieser Art selten zu Fuß. Sie bevorzugen meist Kutschfahrten. Diese bieten ihnen einen Hauch von Romantik und historischem Erlebnis. Des Weiteren lösen sie mit ihrem Kleidungsstil eine Art Fremdscham bei Passanten aus. Es scheint, als wäre im Urlaub alles erlaubt. Die Welt vieler junger Menschen bricht in dem Moment zusammen, in dem sie erkennen müssen, dass die Bewohner des fremden Landes auf der anderen Seite des großen Teichs auch nur Geschöpfe wie unsereins sind, allerdings ohne jedes modische Gespür. Sehr markant sind auch ihre zum Bersten gefüllten Rucksäcke. Ohne Verpflegungpacket, dass im Notfall auch 1 Woche reichen muss, verlassen sie das Hotel nicht.

Die letzte, aber weitaus unauffälligste, Art ist die der europäischen Touristen. Sie gleichen einem Chamäleon. Man könnte sie für Einheimische halten, würden sie sich nicht mit Stadtplan und Digicam verraten. Doch auch sie kennzeichnet eine Besonderheit. Man erkennt an ihrem Verhalten, ihrer Ausrüstung und ihrem Kleidungsstil, welchem europäischen Land sie entstammen. Die Engländer sind meist betagte Damen und Herren, die in Gruppen bis zu 10 Mann durch den Großstadtdschungel irren. Dabei tragen sie bequeme Outdoorkleidung. Passend dazu natürlich immer mit Tropenhut und Kamera vor dem fülligen Wanst. Man könnte sie beinahe mit Großwildjägern der Savanne oder Forschern im Regenwald verwechseln. Die Holländer treten nur in Familien auf, in denen sich Mutti und Vati mit dem Tragen der Verpflegung stets abwechseln. Ein sehr soziales Volk. Sie trifft man meist in Museen an. Außerdem sind dies mit Abstand die strebsamsten Menschen Europas. Sie sind ständig damit beschäftigt den Reiseführer zu lesen. Den deutschen Touristen hört man vielmehr als das man ihn sieht. Er gibt zu allem seine Meinung hab auch wenn sie die umstehenden Menschen nicht interessiert, da sie wohl auch nichts verstehen.

Neben der Gattung der Touristen gibt es natürlich noch die Pariser, nicht zu verwechseln mit den Franzosen. Die Pariser sind kosmopolitisch. Sie verstehen sich als die First Class unter den Franzosen. Die haben die französische Kultur perfektioniert. In Paris steht man am Wochenende erst nach 11 Uhr auf. Dann geht man mit Freunden ins Café frühstückt (natürlich Croissants und Pain au Chocolat, da man in der Woche ja schließlich fasten muss), tratscht, beobachtet die Leute und genießt das Leben.
Die jungen Pariser und Pariserinnen kleiden sich stets in der neusten Mode, die direkt von den Laufstegen dieser Welt kommt. Die Pariser Mode ist dezent aber elegant. Dies gilt auch für die Damen und Herren, die man nicht selten im Pelzmantel antrifft.

Es ist äußerst interessant sich das Wochenendgeschehen von einer Parkbank, einem Café, der Metro oder einer Straßenecke anzuschauen.


Neben den Menschen liebe ich die Stadt aber auch wegen ihrer tollen Läden. Hier gibt es einzigartige Läden, in die man nur mit leerem Portemonnaie gehen darf, will man nicht sein gesamtes Geld dort lassen. Das gilt auch für die schönsten Buchläden, vor allem für „Shakespeare and Company“, in dem es nur englische Bücher gibt und „Gilbert Jeune“, in dem es einfach alles gibt.


Paris hat natürlich auch großartige Restaurants und Bars. Man kriegt hier alles was das Herz begehrt, besonders in den vielen Restaurants. Man kann natürlich typisch französisch essen, aber auch türkisch (und damit meine ich keine Döner!), griechisch, italienisch, spanisch, mexikanisch, chinesisch, japanisch, vietnamesisch, jüdisch, deutsch, marokkanisch, indisch, amerikanisch (es gibt in etwa 6 verschiedene amerikanische Ketten, die man an jeder Ecke findet) und natürlich schnell (Crèpes auf der Straße, McDonalds, Döner etc.) essen, aber eines ganz gewiss nicht: Preiswert...zumindest nicht in den Touristengebieten.

Die Bars sind dagegen nicht ganz so spektakulär, da die Pariser abends eher Essen gehen und anschließend Wein trinken. Die Auswahl in den Bars ist dementsprechend rar und natürlich teuer.


Am liebsten laufe ich die Seine entlang. Auch wenn es dort nur von Touristen wimmelt. Man kann dort die Herbstsonne genießen, lesen, Leute beobachten, entspannen. Es ist einfach schön dort. Doch mein absoluter Lieblingsplatz ist die Île St.-Louis. Man fühlt sich dort wie in einem Dorf. Es ist richtig ruhig dort.

Und abends wenn es dunkel wird, sollte man sich mit einer Decke an den Trocadero gegenüber des Eiffelturms setzen und zusehen, wie in Paris die Lichter angehen. Das ist allerdings auch sehr schön von Montmatre aus oder von der Terrasse der Galerie Lafayette.


Da ich es nach Paris nicht sehr weit habe, bin ich an meinen freien Tage natürlich hingefahren. Am Samstag habe ich zunächst einen schönen Spaziergang an der Seine entlang gemacht, war auf der rue de Rivoli ein bisschen shoppen und habe dann von der Sacré Coeur aus zugesehen wie Paris angeknipst wurde. Anschließend bin ich zum Eiffelturm gefahren und habe mir angeschaut wie er erstmals bunt beleuchtet wurde. Als ich ankam war er ganz in blau getaucht. Punkt um 8 fing er an weiß zu glitzern. Nach etwa einer viertel Stunde leuchtete er in allen Farben. Doch irgendwie wirkte es nicht so toll wie das Blinken vorher. Das könnte allerdings daran gelegen haben, dass ich mal wieder auf der falschen Seite stand und bis ich das mitgekriegt hatte und drüben auf der richtigen war, war das Spektakel auch schon wieder vorbei. Aber ich komme ja noch öfter dahin zurück.

Am Sonntag habe ich dank Zeitumstellung endlich mal wieder ausgeschlafen. Da bin ich dann nicht mehr fort, da ich mich abends schon mit Silja getroffen habe. Wir sind zu ihr gefahren und haben Disneyfilme geschaut. Das war eich richtig toller Abend. Montag haben wir uns das Schloss von Fontainebleau angeschaut. Das ist richtig pompös eingerichtet..und fast alles noch Original. Das war wirklich beeindruckend. Dienstag sind wir natürlich nach Paris. Wir sind den ganzen Tag durch Paris geschlendert und haben uns Notre Dame, Île St.-Louis, Invalidendom, Eiffelturm (natürlich als es dunkel wurde), die Galerie Lafayette (von der Terrasse hat meinen tollen Block über die Dächer von Paris) und das Quartier St. Michel (mit jüdischem Viertel, tollen Buchläden, vielen Restaurants und interessanten Menschen) angeschaut.

Und gestern haben wir einen entspannten Tag gehabt. Wir haben Film geschaut, sind durch Moret gelaufen und dann bin ich wieder zurück zu mir. Die 3 freien tage waren wirklich toll, vor allem weil wir super Wetter hatten. Es war richtig warm, bei blauen Himmel und Sonnenschein.

Heute ist es leider trüb und neblig. Aber ich muss sowieso Sachen packen. Morgen früh um 7 geht’s es zu den Großeltern nach Lille. Da kann ich mir morgen und Sonntag die Stadt anschauen und Samstag wird der Geburtstag von dem Vati gefeiert. Sonntag kommen wir dann abends wieder.

Ich kann mich in den drei tagen allerdings nicht melden, weil es dort kein Internet gibt. Aber sobald ich wieder da bin berichte ich euch wie es war.


Hab euch lieb!


 

29.10.09 11:13


Es sind Ferien!

Ab heute haben die Kinder anderthalb Wochen Ferien. Marie und Matthieu sind zu den Großeltern nach Frankfurt gefahren. Die haben sich riesig gefreut, vorallem auf die Zugfahrt Der Kleine muss allerdings hier bleiben...die Oma will nicht alle drei auf einmal

Ich höre deswegen schon seit Wochen: „Oma Opa böse!“

Nun gut, jetzt ist es hier erstmal ruhig geworden. Sie haben es aber nicht versäumt mich ein weiteres Mal an einem Wochenende früh um 6 zu wecken das gibt Rache!

Da die Mutti in den Ferien zu Hause ist, muss ich nicht arbeiten...zumindest die erste Woche nicht!

Damit ich das mal so richtig genießen und wieder ausschlafen kann, ziehe ich vorübergehend nach Barbizon zu Silja. Sie wohnt bei einer britischen Familie, die die Woche aber nach Singapour geflogen ist. Das heißt STURMFREI für uns! Das wird bestimmt richtig lustig. Wir wollen allerdings nicht nur schlafen sondern auch Paris unsicher machen!

Am Freitag ganz früh fahr ich mit der Familie nach Lille zu den französischen Großeltern. Das wird bestimmt anstrengend...da muss ich ein ganzes Wochenende lang nur französisch sprechen

Ich freu mich so auf die Woche. Endlich mal wieder machen was ich will!

Ich bin wirklich urlaubsreif. Diese Woche waren nun die Großeltern und die Großtante und -onkel aus Deutschland da, weil sie die Kinder ja heute mitnehmen wollten.

Sie haben mir zwar ein bisschen Arbeit abgenommen (Geschirr spülen, Küche und Stube wischen, Wäsche waschen), aber es war trotzdem ein Chaos..ich konnte mit den Kindern kaum Hausaufgaben machen und ins Bett hab ich sie abends auch nur mit Engelszungen gekriegt...die haben wirklich am Geduldsfaden gezogen, nur dass der bei mir nicht sonderlich lang ist

Nun habe ich schon neun Wochen mehr oder weniger gut überstanden...morgen sind es genau 2 Monate...da werde ich meine freie Woche ausgiebig genießen. Los geht’s heute Abend...der Eiffelturm wird neuerdings bunt beleuchtet...dieses Spektakel kann ich mir nicht entgehen lassen


Denk an euch!



24.10.09 08:45


So viel zu erzählen....

Tut mir Leid, dass ich jetzt fast 2 Wochen nichts mehr geschrieben hab. Letzte Woche waren meine Eltern und meine Schwester hier. Da war ich natürlich kaum am PC.

Nun hole ich aber alles nach

Der langersehnte Besuch kam am Samstag 11 Uhr hier an. Nach der überschwänglichen Begrüßung wurden erstmal kistenweise bestellte und langvermisste Raritäten ausgepackt

Da gab es Apfelmus, Leberwurst, Pudding, Tee, Frischkäse, Äpfel aus Omas Garten, deutsche Kartoffeln, Thüringer Knackwurst und das wichtigste: SCHWARZBROT!!! Natürlich wurde der Süßigkeitenvorrat wieder mit Kinderschokolade und diversen Gummibärchen, sowie mit Lebkuchen aufgefüllt.

Riesig gefreut habe ich mich über die Havanaflasche samt Havanaglas Nun kann ich endlich wieder Cuba Libre genießen (was ich übrigens gerade tue *göttlich* ). DANKE, ihr Süßen!!!

Nachdem schließlich der Inhalt von zwei Taschen und Kisten in meinem Zimmer verstaut war, sind wir zum Campingplatz gefahren und es gab gutes deutsches Essen: deutsche Kartoffeln, Gartenmöhrchen und Gehacktesklops *lecker*

Abends waren wir dann bei meinen Gasteltern zum Käsefondue eingeladen *himmlisch* da meine Gastmutti Geburtstag hatte. Käsefondue ist ein typisch französisches Rezept, wenn man Gäste hat. Es geht super schnell: Man schmilzt den Fonduekäse im Topf und gibt dann Wein dazu...aber aufpassen: Es muss der Richtige sein! Da legen die Franzosen viel wert drauf Wenn alles gut verrührt ist, wird einfach Weißbrot reingetaucht...auch hier gilt Vorsicht: Wer sein Brot im Topf verliert, muss spülen


Am Sonntag sind wir dann natürlich nach Paris gefahren.

Schon die Anreise war ein Abenteuer. Wir sind nämlich mit dem Auto rein. Bis zum Pèriphérique war noch alles okay, aber dann galt es die richtige Abfahrt in dem Autowirrwarr zu finden.

Und von dort mussten wir ja dann einen Parkplatz finden...und Parken in Paris ist gar nicht einfach...man muss sehr schnell lesen können, um die ellenlangen Schilder wer hier parken darf und wer nicht und von wann bis wann, zu verstehen

Und dann muss man noch herausfinden, ob man nun bezahlen muss oder nicht...aber nicht mal die Pariser können einem da weiterhelfen

Endlich einen kostenlosen (!) Platz gefunden, gings nach Montmatre zum Weinfest. Dort gab es jede Menge zu entdecken...natürlich Wein, leckeren Käse, köstliches Gebäck, Kunst und die ein oder andere kulinarische Besonderheit. Ich hab ernsthaft überlegt Schnecken zu probieren, aber mich dann doch dazu entschlossen, meinem deutschen Magen nicht zu viel zu zumuten

Nach diesem Erlebnis ging es weiter zu den Seineinseln und die Seine entlang Richtung Parkplatz.

An dem Tag hat man mal wieder gesehen, dass Mode in Paris eine Leidenschaft ist, keine Pflicht...es ist echt erschreckend wie sich einige Leute auf die Straße trauen


Montag begann leider meine Arbeitswoche. Also hatten wir nicht den ganzen Tag zusammen. Wir haben uns ein kleines, süßes mittelalterliches Städtchen in der Nähe angeschaut...aber der Höhepunkt des Tages war das Mittagessen: Es gab Kartoffelpuffer mit selbstgemachten Apfelmus Zu Hause gabs das gar nicht so oft, aber hier hab ich so oft Appetit drauf :D


Am nächsten Tag sind wir dann nach Fontainebleau auf den Markt gefahren. Eigentlich war es mit dem Fahrrad geplant, aber irgendwie war es uns zu kalt. Denn ausgerechnet in der Woche musste der Herbst zeigen, was ihn ausmacht...Nebel und Kälte...das ergab einen Temperatursturz von etwa 10 Grad...naja, wenigstens hat es nicht geschneit

Nach einer ausgiebigen Shoppingtour, war gar nicht mehr viel Zeit bis ich arbeiten musste...

Den Abend musste ich leider wieder alleine verbringen, weil ich am Mittwoch den ganzen Tag arbeiten musste. Die Drei sind dann ohne mich nach Paris gefahren Aber am Abend kam meine Schwester her und hat bei mir übernachtet. Es war so schön, endlich mal jemanden zum quatschen hier gehabt zu haben.


Der Donnerstag begann mit schlechter Laune. Die deutsche Bahn wollte endlich die neuen Fahrpläne ins Inet stellen. Also bin ich aufgeblieben, um meine Karten für Weihnachten bestellen zu können. Um allerdings das Sparangebot nutzen können, muss man 3 Monate im Voraus buchen...nun, das war ja nun nicht mehr möglich und es gab natürlich keine billigen Fahrkarten mehr...typisch DB

Nach wenigen Stunden ruhigem Schlaf ging es dann nach Melun, der Hauptstadt des Briekäses. Viel zu sehen gab es nicht, dafür um so mehr zu erleben. Ich hab nämlich endlich einen Billigfriseur gefunden...einer, bei dem es statt 45€ nur 12,50€ kostet Ich hab mich so gefreut, dass ich die Gelegenheit nutzen wollte und mir mich wieder herrichten lassen wollte Ich hab dabei allerdings nicht bedacht, das ich mich in einem Land befinden, dessen Sprache ich nicht wirklich mächtig bin Das war vielleicht ein Krampf zu erklären, dass ich nicht viel abgeschnitten haben will...aber irgendwie haben wir es dann geschafft


Am Freitag war es plötzlich arschkalt. Da musste ich mir tatsächlich nen Anorak leihen...

Zum Mittag gabs dann Papas Kartoffelsalat *yummy* da war die Kälte fast vergessen


Dann war die Woche schon fast wieder rum. Aber am Samstag sind wir noch mal nach Paris gefahren. Da haben wir dann fast den ganzen Tag im Louvre verbracht. Natürlich wollte ich das berühmteste Gemälde der Welt sehen, die Mona Lisa...nur viel zu sehen gab es da nicht...eine hohe fast kahle Wand, viele Menschen davor und dann eine Glasscheibe mit einem recht kleinen, unscheinbaren Gemälde dahinter...man stellt sich hinten an, lässt sich herum schubsen bis man irgendwann mal vorne ist und macht ein zwei Fotos, lässt sich mit der Mona Lisa fotografieren und dann geht man wieder...das wars!

Nach dreieinhalb Stunden Kunst im Übermaß, war ich am Ende...ich brauchte dringend Ablenkung. Also sind wir zum größten und ältesten Friedhof von Paris gefahren, Père Lachaise.

Dort liegen viele viele berühmte Leute. Mit einem Lageplan ausgestattet haben wir uns zum Grab von Jim Morisson aufgemacht. Der Friedhof wirkt wie eine kleine Stadt, weil sich die Familien Häuser und Kapellen haben bauen lassen und da der Platz nicht reicht, baut man einfach in mehreren Reihen hintereinander...aber ohne Wege dazwischen. Das wird zum Hindernis, wenn man bestimmte Gräber sucht. Auf dem Lageplan hatten wir schnell den richtigen Weg zu Jim Morissons Grab gefunden...doch entlang des Weges fand wir das Grab nicht....schließlich ist es das meistbesuchte Grab des Friedhofes...es müssten also einige Leute davor stehen.Mais rien! Wir sind dann einfach mal den anderen Leuten hinterher gestiefelt...und siehe da...das Grab gefunden. Es ist wiklich gut versteckt in der zweiten Reihe zwischen vielen unscheinbaren Gräbern mit dem Grabstein vom Weg abgewendet und echt klein. Aber was einem zu aller erst ins Auge sticht sind die Unmengen an Zigaretten und Joints. Noch auf dem Rückweg liefen vor uns kiffende Besucher

Bevor wir raus sind haben wir noch einen kurzen Abstecher zum Grab von Héloise et Abélard gemacht...das ist das französische Liebespaar Romeo und Julia..erst im Tod vereint

So endete der letzte gemeinsame Tag.


Nun bin ich wieder allein hier.

Nächste Woche habe ich erstmal eine Woche frei (muss dafür aber die Woche darauf voll arbeiten), da schlaf ich endlich mal wieder aus, genieße das Nichtstun und werde natürliche Paris erkunden!

In der Woche hat Silja, ein anderes deutsches Au Pair, nämlich sturmfreie Bude und wir haben das Haus für uns

Und am letzten Oktoberwochenende fahr ich mit der Familie nach Lille die französischen Großeltern besuchen.

Dann ist es auch gar nicht mehr lange bis ich der Heimat mal wieder einen Besuch abstatte


So ihr Süßen, es ist jetzt wirklich spät geworden...hab morgen wieder Sprachkurs und muss früh raus!


Lasst mal was von euch hören!


Denk an euch!

19.10.09 23:59


ein Moment Ruhe...

Heute ist es hier unglaublich warm...25°C und total schwül...so sieht hier der Herbst aus

Die Kiddies waren heute zum Glück nicht so anstrengend wie befürchtet, aber gärgert haben sie mich trotzdem...Julien hat aufm Spielplatz andere Kinder mit Steinen beworfen (gemeingefählich der kleine Kerl ), Marie hatte bei den Hausaufgaben einen Bock...nur Matthieu war erträglich, aber er hatte ja auch einen Freund da.

Am Nachmittag haben die Kinder dann Aquarell gemalt...und ich durfte auch ein Bild malen. Das hat riesigen Spaß gemacht! Aber das Beste war, dass die Kinder mal zur Ruhe kamen (außer Julien, der sich die Farbe über die Sachen gekippt hat und in den Mund) und ich konnte auch mal abschalten.

So nun muss ich aber wieder! Muss noch Wäsche ausm Trockner holen und dann Marie beim Basketball abholen. Dann ess ich fix was und dann gehts auch schon zum Training!

 

Denk an euch!

Süße Grüße!

7.10.09 17:38


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