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französische Betten, Champagner, Ferienstress und Kindsein

Am Wochenende hatte ich nun ein wahrhaft französisches Wochenende. Am Freitag ging es ganz früh nach Lille. Dort wurde ich abgesetzt und bin bei wunderschönstem Herbstwetter durch die Stadt gelaufen. Naja, viel gab es nicht zu sehen. Es gibt ein paar echt tolle Häuser, aber sonst nichts. Überall kommt man zu Fuß hin. Nach einer Stunde hatte ich alles gesehen. Da sie mich allerdings erst halb 6 wieder holen wollten, bin ich shoppen gegangen. Es gibt dort wirklich tolle Läden. Jetzt habe ich wenigstens Weihnachtsgeschenke für die Kids.

Es war zwar ein schöner Tag, aber ich glaube ich muss da nicht nochmal mit hin, habe ja jetzt alles gesehen. Die Stadt ist nicht größer als Erfurt, aber irgendwie kam sie mir winzig vor...kein Wunder eigentlich wo ich nun jedes Wochenende in Paris bin.

Am Abend habe ich dann erstmal die französischen Großeltern gesehen. Sie sind sehr nett, aber gar nicht wie die Omas und Opas bei uns...sehr reserviert, haben sich kaum für die Kinder interessiert und sie überhaupt nicht verwöhnt. Aber sie haben ein tolles Haus. Es ist ein richtiges Anwesen mit riesigem Garten. Jeder hatte sein eigenes Zimmer. Dort war einfach alles französisch: Die Möbel (sahen aus wie aus dem 18.Jh.), die Steckdosen (natürlich haben mein Föhn und mein Glätteisen nicht rein gepasst), die Türen (schließen nicht) und die Betten. Die französischen Betten sind etwa so hoch wie die Amerikanischen, allerdings nur 90x200cm groß. Wenn man sich drauf setzen will, dann ist das wie die Besteigung der Zugspitze, hat man es dann geschafft, kann man Füße baumelnd die Aussicht genießen. Passend dazu ist das Bett hart wie Fels. Auf die zwei steinharten Matratzen kommt schließlich nur ein Bettlacken und zwei Wolldecken. Das ganze ist zusätzlich unter die obere Matratze geklemmt, damit man nachts, wenn man sich darunter zwängt, bloß nicht herunterfällt. Aber erstaunlicherweise habe ich sehr gut geschlafen. Das einzige störende Element war die Heizung. In ihr tropfte stetig Wasser, es klang wie ein Springbrunnen.

Das Highlight des Wochenendes war der Samstag, der Geburtstag meines Gastvatis. Eigentlich bestand der Tag nur aus Essen. Um 1 hat die Oma zum Tisch gerufen und wir haben mit dem Entrée begonnen. Dazu gab es zur Feier des Tages echten (!) Champagner. Der war so unglaublich lecker und mein Glas schien sich nicht zu leeren, da der Großvater sofort nachschenkte (ich konnte ja nicht wissen, dass man sein Glas voll lassen muss, wenn man nicht mehr will...das habe ich erst hinterher gelernt). Anschließend gab es die plat principale natürlich mit Rotwein, wobei ich schon das Gefühl hatte einen hängen zu haben. Da wir aber so viel gegessen haben, hat sich das schnell wieder kompensiert. Mit der ganzen Prozedur waren wir schließlich halb 3 fertig. Da hatten wir allerdings noch kein Dessert gehabt, das obligatorisch zu jedem französischen Essen gehört.

Doch damit mussten wir  warten bis die Patenkinder des Geburtstagskindes erschienen. Als die eine halbe Stunde später kamen, wurden die Geschenke mit großem Tara und Singen (Ich habe nicht mitgesungen!) überreicht und sogleich ausgepackt. Halb 4 haben wir dann mit dem Dessert begonnen. Es gab super leckere Nusscremetorte...natürlich mit Champagner.

Abends sind die Kinder, verkleidet als Dracula und Gespenst, mit „Bonbons ou j'achète un sort“ von Haus zu Haus gegangen. Leider waren sie die Einzigen, aber es hat ihnen richtig Spaß gemacht und die Ausbeute war gar nicht schlecht.

Am Sonntag Abend kamen wir nach einer extrem anstrengenden Fahrt (Julien hatte im Auto drei Krisen und hat nur gebrüllt und ich saß genau vor ihm) wieder in Moret an.

Damit begann der Ferienstress...Hausaufgaben, aufräumen, quänglige Kinder, Müdigkeit und dazu noch schlechtes Wetter.

Am Dienstag sind wir mit den Großen nach Paris ins Museum gefahren." La cité des enfants" ist ein Wissenschafts-Museum für Kinder. Da können die Kids ganz viel Sachen ausprobieren. Es gibt Wasserspiele, man kann in seinen Körper schauen, es gibt eine Art Spiegelkabinett, man kann die Sprintgeschwindigkeit messen lassen, es gibt einen begehbaren Ameisenhaufen, ein Schmetterlingshaus, ein TV-Studio, man kann chinsesisch und arabisch schreiben lernen, Etiketten batelnt, sehen wie ein Motor arbeitet...es gab so viel. Den Kindern hat es super gefallen und ich hab mich anderthalb Stunden wieder wie ein Kind gefühlt.
Der Tag war unglaublich toll.

Gestern war ich mit den 3 Rabauken den ganzen Tag zu Hause.Wir haben viel gebastelt und gemalt, die haben sich gezofft (worauf Marie mir einen Kuss gegeben hat und meinte ich sei die alller aller Liebste) und wir haben rumgetobt (was zur Folge hatte, dass der Julien heute mit blauem Auge in die Schule gehen musste).

Nun sind die Ferien endlich vorbei und ich hab wieder etwas mehr Ruhe.

Am Wochenende geh ich mit Maria nach Paris ins Musical „Zorro“. Ich freu mich schon riesig. Allerdings habe ich nichts zum Anziehen, das hängt alles zu Hause im Schrank...da muss ich Samstag noch mal shoppen gehen.

 

Drück euch!


5.11.09 12:45
 


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