* Startseite     * Über...     * Archiv     * Gästebuch     * Kontakt     * Abonnieren




Make your own Countdown Clocks

* Freunde
   
    martin-on-the-rocks

   
    anne-in-london

    - mehr Freunde

* Links
     Anne
     Marie

* Letztes Feedback






Jetzt melde ich mich auch mal wieder zu Wort!

Es ist schon wieder Mitte Februar und ich hab seit meinem Heimaturlaub nichts mehr von mir hören lassen. Ich konnte mich in meiner wenigen freien Zeit einfach nicht aufraffen, ein wenig produktiv zu sein. Heute habe ich aber überraschenderweise, jedoch aus einem weniger erfreulichen Grund, einen „freien“ Tag (zumindest bis viertel 5). Also nehme ich mir die Zeit und versuch ein paar Zeilen aufs Blatt zu kriegen, da ich für andere Dinge sowieso keinen Nerv bzw. keine Kraft habe.
Ich bin nämlich dazu auserkoren worden, mit Matthieu, der die Scheißerei hat, zu Hause bleiben zu dürfen. Nur dummerweise hat er es geschafft, mich anzustecken-dabei hab ich so was noch nie gehabt! Na toll! Nun sitze ich also hier, versuch zwischen meinen Toilettengängen produktiv zu sein, gleichzeitig ein, wie durch ein Wunder, geheiltes Kind bei Laune zu halten. Dabei will ich am liebsten nach Hause und auch mal wieder krankes Kind sein dürfen.

Nun aber genug gejammert. Ich hab schließlich eine Menge aufzuholen.

Die letzten Wochen waren ein Wechselbad der Gefühle-von Euphorie bis hin zu Niedergeschlagenheit.
Schuld daran war zum einen das Wetter.
Als ich hier ankam, herrschte mal wieder Schneechaos in Frankreich.Eine Woche später zeugte nichts mehr von der weißen Pracht. Es folgten einige angenehme Tage, bei etwas Sonnenschein und recht milden Temperaturen (um die 0°C). Einige Tage später haben sie versucht Paris und Umgebung mit sintflutartigem Regen zu versenken. Glücklicherweise hielt dieser Zustand nicht lang genug an. Anderthalb Wochen später hatten wir dann sogar herrliches Frühlingswetter: Sonnenschein, frühlingshafte Temperaturen um die 10°C, jedoch recht frischer Wind-doch leider nur zwei Tage. Dann folgten wieder drei sehr kalte, schnee- und regenreiche Tage,anschließend wieder zwei Frühlingstage und so geht das nun schon seit 2 Wochen.

Genauso abwechslungsreich wie das Wetter gestaltete sich meine Freizeit.

Am Wochenende ging es natürlich nach Paris. Bei Regen und Kälte war ich im Museum oder shoppen. Letzteres hat sich besonders gelohnt, da die letzten 5 Wochen SOLDES waren-also Schlussverkäufe. Das ist hier ganz lustig organisiert. In der ersten Woche werden einzelne Stücke reduziert, meist nur um maximal 30%. In der zweiten Woche fallen die Rabatte schon auf 50%, in der dritten Woche, sind bereits die gesamten Bestände auf bis zu 70% reduziert und es wird eng und unübersichtlich in den Geschäften. In der vierten Woche ist der Höhepunkt erreicht. Es gibt dann wirklich richtige Schnäppchen-besonders in den Designerläden. Da habe ich natürlich zugeschlagen und mir einen Mantel (15 statt 70&euro und ein paar Stiefel (auch 15 statt 50&euro gekauft. Nur leider haben sie am Mantel vergessen, das Piepsding ab zu machen. Als ich dann letztes Wochenende dort war, um es entfernen zu lassen, hab ich gleich noch eine Hose, ein Top und ein paar Schuhe gefunden. In der 5.Woche erweist es sich schon als sehr schwierig, noch irgendwas tragbares zu finden.

Bei schönem Wetter habe ich einfach Paris genossen. Ich bin durch die Straßen von Montmatre geschlendert, habe das südliche Paris erkundet und dabei tolle Ecken-unter anderem eine italienische Eisdiele, in der es zur Zeit richtige (also geschmolzene) heiße Schokolade gibt-entdeckt!
Mit Johanna war ich in den Katakomben.Das ist eine eigenartige Welt: unterirdische Gewölbe, in denen sie die Gebeine und Schädel der Toten vor 200 Jahren gelagert haben. Bizarre!
Ach ja, von Johanna hab ich ja noch gar nicht erzählt. Sie ist auch Deutsche und hat in Flensburg Grundschullehramt studiert und brauchte vorm Referendariat erst einmal eine Pause. Sie war, jetzt nachdem Silja nach Weihnachten weg war, meine wichtigste Ansprechpartnerin. Sie ist echt super und wir haben zusammen eine ganze Menge Spaß gehabt. Nur leider ist auch sie jetzt seit einer Woche weg.

Das ist der zweite Grund für das Wechselbad der Gefühle der letzten Wochen.

Auf der einen Seite kamen neue Au Pairs, auch eine Deutsche-Antonia. Sie ist super nett, aber näher kennengelernt habe ich sie noch nicht, da wir uns immer nur im Sprachkurs sehen, denn am Wochenende ist sie meist bei ihrer Zwillingsschwester in Paris. Und wenn sie abends mit anderen Au Paris nach Fontainebleau fährt, dann sitzt ich immer zu Hause und vermisse die Unabhängigkeit, die man mit einem Auto hat. Denn bevor ich mit dem Zug da bin, sind sie schon wieder alle weg.
Auf der anderen Seite ist Silja im Januar nach Genf gegangen. Mit ihr habe ich die ersten vier Monate in der Fremde verbracht. Wir konnten über alles quatschen, haben gelästert und Paris entdeckt. Nachdem sie weg war, hab ich das ganz schön vermisst. Aber Johanna war ja noch da. Vor einer Woche ist sie nun auch gegangen-nach Luxemburg.
Nun sind die Wochenenden und Französischstunden ein wenig einsamer.

Aber das ändert sich ja nun bald. Am Samstag kommt Jana erst einmal für ein paar Tage, dann fahr ich eine Woche nach London zur Anne und auch danach mangelt es mir nicht an Gesellschaft.

Vor einer Woche war meine Schwester auch schon da. Wir hatten eine super Woche zusammen-obwohl ich nebenbei noch arbeiten musste.
Am Samstag kam sie mittags bei wunderschönem Frühlingswetter in Paris an.
Das haben wir natürlich genutzt und sind durch Montmatre gelaufen. Eigentlich sind wir nur da hoch, weil wir ein kostenloses, sauberes Klo brauchten und die sind rar in der Stadt der Liebe.

Aber bei dem herrlichen Wetter haben wir dann auch die Aussicht genossen und sind ein wenig durch das Quartier gelaufen. Nach 3 Stunden da oben, verspürte ich erneut ein drückendes Bedürfnis, also gings ins Lafayette. Dort haben wir anschließend bei kühlem Wind, aber tollem Sonnenschein auf der Terrasse gegessen.

Als es dunkel wurde, sind wir weiter zum Eiffelturm, um dort den Sonnenuntergang zu sehen. Den haben wir allerdings knapp verpasst und stattdessen uns einen Schokocrèpe geleistet.

Am Sonntag sind wir bei ebenso schönem Wetter auf die Seine-Inseln und haben uns am Fluss gesonnt. Anschließend haben wir die Türme von Notre-Dame erklommen. Von dort oben hat man eine wunderbare Aussicht auf die Stadt-wie im Film!
Wieder unten angekommen, stand da ein Mann und hat die Spatzen und Tauben gefüttert. Das hat mich irgendwie an Mary Poppins erinnert. Und als ich ihn fotografieren wollte, da hat er mich und Anna an der Hand gepackt und uns ein Stück Kuchen in die Hand gegeben, den Fotoapparat genommen und dann gewartet, dass die Spatzen kommen, um ein Foto zumachen. Naja, die Bilder sind nicht gut geworden, weil Anna und ich uns total erschrocken haben und Angst hatten, die picken uns in die Finger.
Gegen Abend, als es dann kühler wurde, sind wir ins musée Carnavalet gegangen, um uns die Geschichte von Paris anzuschauen. War richtig interessant, Münzen, Stoffe, Gemälde und Waffen aus der Zeit der Revolution zu sehen-hätte ich nie gedacht!
Das Museum liegt im Marais, eines der ältesten Quartiers von Paris. Dort ist es gerade abends sehr schön, wenn man sich in eine kleine Bar oder Brasserie setzt (aber nicht auf die Preise schauen!!!). Vom village St.Paul bis zur Bastille findet das Nachtleben von Paris statt.

Am Montag sind wir dann ins Schloss von Fontainebleau, weil es geschneit hat und ich abends wieder arbeiten musste.
Am Dienstag haben wir beide uns tolle Wintermützen aufm Markt gekauft denn es war immernoch a****kalt. Danach waren wir bei einem Elsässer Flammkuchen essen. Das war super lecker!
Am Mittwoch musste ich leider den ganzen Tag arbeiten und Anna hat die freie Zeit für Semi genutzt.

Aber am Donnerstag waren wir dann wieder bei super Frühlingswetter in Paris. Wir sind zum Arc de Triomphe gefahren und von dort die Champs-Élysées runter, haben in der Avenue Montaguie in die Schaufenster der großen Designer geschaut und sind dann die Seine entlang zurück zur Métro gegangen.

Am Freitag, Annas Abreisetag, sind wir zur Freiheitsstatue gefahren. Die steht direkt an der Seine, in der Nähe des Eiffelturms und ist eine 9m große Kopie von der in New York City. Anschließend haben wir den letzten gemeinsamen Tag schokoladeschlürfend an Notre-Dame, unserem Lieblingsplatz der Stadt, ausklingen lassen. Da wir dann aber noch Zeit hatten, sind wir mit einem Baguette in einen Park in der rue Rivoli, haben uns gesonnt und rumgealbert, bis einer heulen musste.
Und dann ist sie gefahren...


Diesen Sonntag war ich übrigens in einem Musical, bei dem meine Gastmutti mit gewirkt hat (Sie spielt Querflöte). Es war total schön und es hat mich an die Schulzeit und unser Musical erinnert. Das war echt eine tolle Zeit! Marie, Moni...wisst ihr noch, wie wir vor Aufregung zitternd hinterm Vorhang standen und gelunst haben, wer alles da ist? Und wie wir später, als wir die Großen waren, mit Freude die Kleinen herumkommandiert haben? Und wie wir uns bei der Rumba gezofft haben, weil wir uns nicht entscheiden konnten wer von nicht im Takt war? Ich muss sagen, der Abend hat mir gezeigt, wie sehr ich die Zeit vermisse.

Nun gilt es die letzte Woche vor den Ferien zu meistern-dann habe ich erst mal URLAUB!

Liebste Grüße, bises



16.2.10 15:49
 


Werbung


bisher 0 Kommentar(e)     TrackBack-URL

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)



 Smileys einfügen



Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung